Was gehört in Zahlungsbedingungen?
- Zahlungsziel: bis wann die Rechnung bezahlt sein muss (z. B. 14 Tage ab Rechnungsdatum)
- Aufteilung: Anzahlung, Abschläge pro Projektphase oder Zahlung nach Abnahme
- Zahlungswege: Überweisung, Lastschrift, Karte oder Zahlungslink
- Skonto (optional): Abzug bei schneller Zahlung, z. B. 2 % innerhalb von 7 Tagen
- Verzug: was ab Überschreiten des Zahlungsziels gilt (Verzugszinsen, Pausieren der Arbeit)
- Abnahme: wie und bis wann eine Lieferung geprüft wird
Musterformulierungen zum Kopieren
Die Formulierungen sind Beispiele. Prozentwerte und Fristen passt du an deine Branche an. Bei Verträgen mit hohem Volumen lohnt eine rechtliche Prüfung.
- „Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug fällig.“
- „Bei Auftragserteilung wird eine Anzahlung von 30 % der Auftragssumme fällig. Die Arbeit beginnt nach Zahlungseingang.“
- „Die Vergütung wird in drei Teilbeträgen nach Abnahme der jeweiligen Projektphase fällig.“
- „Erfolgt innerhalb von 5 Werktagen nach Lieferung keine Rückmeldung, gilt die Leistung als abgenommen.“
- „Bei Zahlungsverzug ruhen weitere Leistungen bis zum Zahlungseingang.“
Zahlungsbedingungen: B2B und Privatkunden
Zwischen Unternehmen ist vieles frei verhandelbar. Ohne Vereinbarung gerät ein Geschäftskunde in Deutschland spätestens 30 Tage nach Rechnungszugang in Verzug. Bei Privatkunden gilt das nur, wenn die Rechnung ausdrücklich darauf hinweist. Schreib deshalb das Zahlungsziel immer auf die Rechnung.
Der größte Hebel: Geld vor der Arbeit
Das beste Zahlungsziel nützt wenig, wenn erst nach getaner Arbeit bezahlt wird. Am sichersten sind Bedingungen, bei denen das Budget für eine Phase steht, bevor du startest, und nach der Abnahme freigegeben wird. Kunden akzeptieren das eher, wenn ihr Geld bis zur Abnahme nicht beim Dienstleister liegt.